FAQ - Frequently Asked Questions

Im folgenden sehen Sie eine Aufstellung von Fragen, die man als Pianist immer wieder gestellt bekommt. "Frequently Asked Questions" bedeutet "Häufig gestellte Fragen" und wird gerade im EDV-Bereich gerne genutzt, um wichtige Themen auf übersichtliche Art zu behandeln. Man hätte diesen Abschnitt auch folgendermaßen nennen können: "Was Sie schon immer über Pianisten wissen wollten, aber nie zu fragen wagten".

"Wie viele Stunden üben Sie am Tag?"

Dies ist die Frage, die man als Pianist absolut am häufigsten gestellt bekommt. Leider können die wenigsten hierauf eine befriedigende Antwort geben, das trifft auch auf mich zu. Denn Zeit, die ich täglich am Instrument verbringe, schwankt ganz erheblich, zwischen 0 und 6-7 Stunden.

"Wie behalten Sie sich diese vielen Noten im Kopf?"

Meistens ist Auswendigspiel ein Nebenprodukt des Übens und stellt sich automatisch ein. Je mehr Erfahrung man hat, desto mehr Konstruktionen (Akkorde, Läufe, etc.) sind einem bekannt. So merke ich mir eben nicht vier Töne c, es, fis und a, sondern einfach einen verminderten Septimakkord!

Zusätzlich wird bei mir stark das auditive und das "Finger"-Gedächtnis beansprucht. Bei letzterem handelt es sich um eine Art Automatismus, der sich durch die immerwährende Wiederholung von Bewegungsabläufen einstellt.

"Sind Sie bei Auftritten aufgeregt?"

Eigentlich nicht. Eine gewisse Anspannung im positiven Sinne ist jedoch immer vorhanden. Nur so kann man auf dem Podium Höchstleistungen vollbringen. Übrigens fühle ich mich umso wohler, je mehr Publikum ich habe.

"Haben Sie einen Lieblingskomponisten?"

Nein, ich habe zahlreiche Komponisten, deren Werke ich schätze. Außerdem hängt das auch maßgeblich an den Werken selber. So kann ich z.B. behaupten, daß ich Beethoven sehr schätze und achte, Werke wie "Wellington's Sieg" hätte er aber lieber bleiben lassen!

"Wer ist Ihr Lieblingspianist?"

Hier gilt ähnliches wie bei den Komponisten. Es gibt einfach zu viele Pianisten, die ich sehr verehre. Gleichwohl möchte ich hier eine Aufstellung geben, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Krystian Zimerman, Emil Gilels, Glenn Gould, Vladimir Horowitz, Murray Perahia, Alfred Brendel, Evgenij Kissin, Claudio Arrau, Ivo Pogorelich, András Schiff, etc.

"Wie kamen Sie zum Klavierspielen?"

Das ist nicht in einem Satz zu beantworten. Aber da ich diese Frage ebenfalls sehr häufig gestellt bekomme, habe ich dazu eine kleine Geschichte geschrieben. Nachzulesen unter: "Ein Märchen"